Wir stellen Euch vor: Das „Pure Fruit Magazin“

„EXPERIMENTE IM BEREICH DES GRAPHISCHEN ERZÄHLENS“

Pure Fruit ist ein Magazin für Comic und Illustration aus Kiel. Es erscheint halbjährlich kostenlos und in einer Auflage von 10.000 Stück. Die Erscheinungsmonate sind jeweils Mai und November. Publiziert wird es über den Verlag mit dem Namen „The-Next-Art“.

Die Idee ist, durch Anzeigen ein freies Magazin zu vertreiben, das sich klar zu Experimenten im Bereich des grafischen Erzählens bekennt. Auf diese Weise erhält jeder die Möglichkeit, sich mit diesen zu beschäftigen. Dem Comic als verhältnismäßig junges und sich aktuell stark entfaltendes Medium kommt dies zu Gute. Und auch für die Zeichner bringt das Magazin Vorteile mit sich. Zwar wird niemand für seine Arbeit bezahlt, dafür bietet Pure Fruit jedoch eine Plattform für Experimente, vernetzt Zeichner und schafft einen Dialog zwischen den vielen stillen Kämmerlein.
Jeder Ausgabe liegt ein bestimmtes Thema und Farbkonzept zu Grunde. Gedruckt wird ausschließlich auf hochwertigem Recyclingpapier.

Veröffentlicht wird das Magazin im TheNextArt Verlag.

Die Zeichner für das Pure Fruit Magazin werden direkt eingeladen. Bitte schickt uns keine fertigen Beiträge! Um Zeichner einzuladen, muss man sie aber erstmal kennen. Deshalb wäre es toll, wenn ihr bei Interesse einfach euer Portfolio oder eure Website an uns schickt. Eine Zusammenarbeit ist nicht nur in Form eines Comicbeitrags im Pure-Fruit-Magazin möglich, sondern auch bei anderen Aktivitäten von Pure Furit (siehe Leistungen).

pure fruit
Einblick in das Pure Fruit Magazin auf der Seite des Verlags
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WEIRD FOLKS

Hirsemann_und_der_Italiener
Zeichnungen: Gian Luca Catalfamo
Henri Asienne ist der Texter eines Comicduos im Ruhestand. Er ist mit unserem Comicprojekt, äh sagen wir mal, „lose assoziiert“. Hier das Ende einer Comic-Kurzgeschichte, die ich wegen ihrer genitaliendichte hier nicht ganz hochlade. Er ist auch der Stadtschreiber in Heilgenstadt, der uns zu einer Co-Art-Session in die „alte Mühle“ bei Göttingen einladen würde.

Comic Project goes Public

Wem gehört der öffentliche Raum? Im Schillerkiez prallen zur Zeit -zumindest an einer Hauswand- die Konzepte aufeinander. Polizei und HausbesitzerInnen sagen: Der öffentliche Raum gehört denen, die ihn besitzen. Einige ewig-gestrige AktivistInnen scheinen zu glauben: Der öffentliche Raum ist ein Ort des Austausches und der Auseinandersetzung um das Gemeinwesen… ein bisschen wie es modernen Denkerinnen für die griechische Polis nachvollzogen haben. Einzelpersonen des Comicprojekts haben zu diesem lokalen Konflikt nun auch ihr Schärflein beigetragen:

Zwangsräumung verhindern

Kunst im Komm „peng!“

WETTBEWERB FÜR DIE NIEDERSÄCHSISCHEN UNTER UNS

Kunst im Komm peng

Für die Auftaktveranstaltung werden 10 Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die mit Ihren Konzepten und vorgestellten Arbeiten aus allen Bereichen der Bildenden Kunst (auch Installation, Video, Interventionen, Lichtprojektionen) für sich überzeugen und professionell auf vorgegebene Raumsituationen (Architektur der 1970er Jahre und teilweise „spießige“ Situationen) reagieren. Der Veranstalter legt Wert darauf, dass ein Teil der Kunstschaffenden aus der Region stammt. Die Jury besteht aus Mitgliedern des Vereins KOMMkultur e.V., den Geschäftsführern des KOMM, Künstlerinnen und Künstlern sowie kuratorischen Beratern.

Drittes Seminar in Planung: „Der Deutsche Blick auf Osteuropa“

ZWISCHEN SLAWOPHOBIE UND SOWJETNOSTALGIE

Sterotype Osteuropa

Es gibt die Idee einen Workshop zum Themenbereich „Osteuropa“ zu machen. Wir wollen uns über unsere Erfahrungen beim Bereisen Osteuropäischer Länder austauschen. Hierbei möchten wir kritisch über slawophobe Reflexe und Sowjet-romantische Stereotype reflektieren. Der Workshop knüpft an die Studienreise „Deutsche Täterschaft in der Ukraine – 1941 bis 1945“ an und wendet sich vor allem an die Teilnehmenden dieser Reise. Mitmachen könnten aber alle, die sich mit den deutschen Altlasten aus dem nie ausreichend Aufgearbeiteten „Raubzug im Osten“ auseinandersetzen möchen UND/ODER Lust haben dies über das Medium Comic/Illustration/Zeichnung zu versuchen.

+++ Kein Vorwissen zum Thema oder Interesse am Selbstzeichnen notwendig! +++

»Erinnerung lohnt nicht« – Kein Interesse für die Zwangsarbeiter – von Gudrun Brockhaus

++++++++++GRUNDLAGENTEXT FÜR DAS DEUTSCHE BLICK AUF OSTEUROPA SEMINAR!++++++++++++

Als Desinteresse beschreibt Ulrich Herbert in der Zusammenfassung seiner großen Studie über die Fremdarbeiter in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges die Einstellung der meisten Deutschen gegenüber dem elenden Schicksal der ausländischen Arbeiter bei Kriegsende:Kriegsgefangenschaft

»›Die Ausländer waren einfach da und gehörten zum Kriegsalltag wie Lebensmittelmarken oder Luftschutzbunker. Die Diskriminierung der Russen und Polen wurde dabei ebenso als gegeben hingenommen wie die Kolonnen halbverhungerter Menschen […] Auch die eigene bevorrechtigte Stellung ihnen gegenüber war nichts Exzeptionelles, nichts, worüber man sich Gedanken machte« (Herbert 1985, S. 358).

Im Folgenden möchte ich zeigen, dass diese selbstverständliche Akzeptanz von Diskriminierung und rassischer Hierarchie bis auf die heutigen Auseinandersetzungen um Entschädigung der Zwangsarbeiter fortwirkt und keineswegs nur auf die Einschränkungen des Horizonts am Kriegsende zurückzuführen ist, sondern auf die fortwirkenden Vorurteile gegenüber dem Osten und auf die emotionale Dynamik dieser Vorurteile.
Ausgangspunkt ist die persönliche Erfahrung von Indifferenz und Abwehr in der Konfrontation mit dem Schicksal von ›Ostarbeitern‹. Sie spiegelt die öffentliche Umgangsweise mit dem Thema.

[…]

völlständiger Text in: Annemarie Bauer et al. (Hg.). Psychoanalytische Perspektiven. Ein Lesebuch. Frankfurt a.M. et al.: Peter Lang 2002, S. 95-124, ISBN 3-63139118-8

Workshop zum Thema „politische Kunst“ im August

Der Sumpf - John Heartfield
Bucheinband von John Heartfield, Malik-Verlag, Berlin 1923

Hallo liebe Leute,

wir suchen noch Menschen die Lust haben den Workshop zum Them „politische Kunst“ mit vorzubereiten. Eine ReferentIn für den geschichtlichen Teil zum Werk des Künstlers John Hardtfield ist bereits angefragt. Wer hat Lust mit vorzubereiten? Und wo soll der Workshop stattfinden? Ist Euch in Berlin lieber, oder lieber im berliner Umland? Z.B. könnten wir im Seminarhaus Quecke (Cöthen im Naturparks Barnim, Richtung Eberswalde) anfragen, oder beim John-Heartfield-Haus (circa 50 km östlich von Berlin, im Naturpark Märkische Schweiz)